Diözesancaritasdirektorin Nicola Adick gemeinsam auf dem Tandem mit Bischof Peter Kohlgraf. Foto: Caritasverband für die Diözese Mainz e.V.
"Mit unseren Geschichten vom Guten erreichen wir die Menschen vor allem dann, wenn wir sie mit unseren Namen und Gesichtern verbinden." weiß Diözesancaritasdirektorin Nicola Adick zu berichten. Bischof Peter Kohlgraf ergänzt, "Ein Standpunkt, kurz und klar benannt, ist oft der Anstoß für weiterführende Dialoge."
Gabriel Gessner, Referent für Gemeindecaritas beim Caritasverband für die Diözese Mainz e.V. sagt "Ich bin davon überzeugt, dass es nicht mehr reicht, das Gute nur zu tun. Wir müssen es auch an die große Glocke hängen". Gessner organisiert zusammen mit dem Dezernat Seelsorge den Tag der Caritas und Seelsorge 2026. Überschrieben ist die Veranstaltung im Haus der Caritas im Bistum Mainz in diesem Jahr mit dem Titel "Sichtbarkeit als Teil des Auftrages".
Die Teilnehmenden aus Pfarreien und Einrichtungen der Caritas auf dem Gebiet des Bistum Mainz begleiten und initiieren soziale Projekte und haben daher viele Schnittmengen mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit. Sie erwartet an diesem Nachmittag ein Programm aus Impuls-Vortrag und Workshops mit Anregungen für die Praxis vor Ort. Außerdem gibt es Gelegenheit zur Vernetzung und Austausch, auch mit Bischof Kohlgraf.
Der Vortrag von Michael Voit stellt die Frage, warum Öffentlichkeitsarbeit mehr als Beiwerk im Arbeitsfeld der Teilnehmenden sein sollte, und beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Voit, Mitarbeiter in einer Webdesign-Agentur mit Erfahrung in der Arbeit für kirchliche Akteure, erklärt, warum es bei Öffentlichkeitsarbeit auch um Auffindbarkeit geht und warum eine kleine Routine manchmal hilfreicher ist als eine große Kampagne. Die Workshops thematisieren in der Folge soziale Medien, Homepage-Beitrage, Fotografieren mit dem Smartphone und den Kontakt zu lokalen Medienhäusern.
Nach einem angeregten Austausch beschließt Bischof Peter Kohlgraf den offiziellen Teil mit einem Reisesegen. Viele folgen aber auch noch der Einladung zu einem abendlichen Imbiss und weiterem Austausch.
"Ich habe heute einen ganz anderen Blick auf Öffentlichkeitsarbeit gewonnen", resümiert eine Teilnehmerin und freut sich schon auf nächstes Jahr. Auch Gabriel Gessner lächelt zufrieden und verrät, dass für das kommende Jahr ein paar Veränderungen geplant sind: "Wir werden den Titel etwas verändern und damit auch die Zielgruppe etwas erweitern."
Text: Gabriel Gessner