Mainz. Frauen leisten noch immer den Großteil der Sorgearbeit - sie erziehen Kinder, pflegen Angehörige und halten Generationen zusammen. Und noch immer zahlen sie überwiegend den Preis: Teilzeitbeschäftigung, geringere Löhne, unterbrochene Erwerbsbiografien und ein erhöhtes Risiko von Altersarmut.
Das ist kein Frauen-Schicksal, sondern Folge struktureller Ungleichheit, die auch zu Armut führen kann. Nur in etwa jedem dritten Paarhaushalt lagen Frau und Mann beim Einkommen in etwa gleichauf, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Und das auch nur in der Zeit in der (noch) keine Kinder zu versorgen sind. Nur in knapp 27 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern hatten Frau und Mann ein ähnlich hohes Einkommen.
"Mit unserer Jahreskampagne Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen machen wir deutlich: Gerechtigkeit zwischen den Generationen gibt es nur mit Geschlechter-Gerechtigkeit", so Diözesancaritasdirektorin Regina Freisberg. "Wir brauchen einen starken Sozialstaat, der Care-Arbeit absichert und Sozialversicherungen reformiert."
Ihre Vorstandskollegin Nicola Adick ergänzt: "In unseren Diensten und Einrichtungen erleben wir täglich, was fehlende Gerechtigkeit bedeutet - und wie viel Kraft andersherum entsteht, wenn Menschen füreinander einstehen. Unsere Arbeit verbindet Frauen und Generationen, schafft Begegnungsräume und stärkt Solidarität."
Pressemitteilung
Gerechtigkeit zwischen den Generationen gibt es nur mit Geschlechtergerechtigkeit
Erschienen am:
06.03.2026
Herausgeber:
Caritasverband für die Diözese Mainz e.V.
Referat Kommunikation
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55128 Mainz
+49 6131 28 26-231
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