Rheinland-Pfalz. Wie wollen wir als alternde Gesellschaft mit Pflegebedürftigkeit umgehen, und wer trägt dafür Verantwortung? Anlässlich des Tags der älteren Menschen am 1. Oktober macht sich die Caritas Rheinland-Pfalz für eine Pflegepolitik stark, die Generationen verbindet und gemeinsam Verantwortung trägt. "Ältere Menschen sollen auch bei Pflegebedürftigkeit selbstbestimmt und würdevoll leben können. Dafür muss das Pflegesystem grundlegend weiterentwickelt werden", so Christoph Wutz, Landessprecher der Caritas Rheinland-Pfalz.
Die Caritas fordert daher, die geplante Pflegereform in zwei zentralen Punkten anzupassen. Einerseits geht es um die geplante Kürzung der Rentenpunkte für pflegende Angehörige. "Diese leisten einen unschätzbaren Dienst. Eine Kürzung der Rentenpunkte mindert die Wertschätzung für diese gesellschaftlich wertvolle Aufgabe und erhöht zugleich das Risiko der Altersarmut pflegender Angehöriger", betont Wutz.
Kritik übt die Caritas andererseits am Aussetzen der Tarifrefinanzierung. "Können Pflegeeinrichtungen ihre Beschäftigten nicht angemessen vergüten, beeinträchtigt das langfristig die Verfügbarkeit und Qualität der pflegerischen Versorgung. Das gefährdet die Pflegeinfrastruktur in Deutschland", erläutert der Landessprecher.
Die Herausforderungen der Versorgung im Alter und bei Pflegebedürftigkeit lassen sich nach Auffassung der Caritas nur gemeinsam und über Generationen hinweg stemmen. Und für ein gutes Miteinander von Jung und Alt braucht es in der Pflege verlässliche Strukturen. Hier bietet die angekündigte Strukturreform im kommenden Jahr die Chance, Stelleschrauben zu drehen und Sparpotenzial zu nutzen. Konkret geht es um Maßnahmen der Entbürokratisierung wie sie unter anderem von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) als Vorschlag vorliegen: Maßnahmen zur Entbürokratisierung in der Langzeitpflege.
Weitere Informationen Caritas Deutschland: Pflegeneuordnungsgesetz:
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