Die Kommunikation mit Menschen mit Demenz kann herausfordernd sein: Aussagen wirken widersprüchlich, Zeiten vermischen sich, starke Gefühle treten in den Vordergrund und manches erscheint auf den ersten Blick irrational. Im Betreuungsalltag entstehen dadurch Situationen, die verunsichern oder belasten können. Um das Verhalten und Erleben der betreuten Menschen besser zu verstehen, können alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden:
- Kontakt aufnehmen und Beziehung gestalten
- Mit Gefühlen arbeiten und emotionale Botschaften erkennen
- Begleiten, Sicherheit und Halt geben
- "Medium sein" im kommunikativen Prozess
- Motivation fördern
- Biografisch orientierte Impulse ("Bienendienste")
- Nonverbale Kommunikation bewusst einsetzen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten herausfordernden Verhalten. Gemeinsam wird erarbeitet, wie dieses Verhalten vor dem Hintergrund individueller Bedürfnisse verstanden werden kann. Aufbauend auf diesem Verständnis entwickeln wir konkrete und angemessene Maßnahmen für den Betreuungsalltag, um die betreuten Menschen und die Mitarbeitenden zu stärken und zu entlasten.
Die Fortbildung ist dialogisch gestaltet und orientiert sich an den Interessen, Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden. Praxisfälle, Unsicherheiten und gelungenen Beispiele sind ausdrücklich willkommen. Ziel ist ein lebendiger, wertschätzender Austausch mit vielen konkreten Impulsen für die tägliche Arbeit.
Die Fortbildung umfasst auch die Reflexion der beruflichen Praxis und die Aktualisierung von vermitteltem Wissen nach §§ 43b, 53b SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen.
Zielgruppe
Mitarbeitende aus Pflege und Betreuung in ambulanten und stationären Altenhilfeeinrichtungen, Wohngemeinschaften, Tagespflege-Einrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Interessierte
Max. Teilnehmerzahl
20
Kosten
173,00 €
Veranstaltungsnummer
SP27_404